Schlafendes Baby mit Blume (Neurodermitis)
Mainpicture Badge Logo Brigitte Pricker - Naturheilpraxis

Neurodermitis bei Kindern – Wenn die Haut rebelliert

Bei der Neurodermitis (auch atopische Dermatitis) handelt es sich um eine chronische , oberflächliche Entzündung der Haut, die schubweise auftritt. Diese Erkrankung hat in den letzten Jahren stark zugenommen; so leiden ca. 15-20% der Schulkinder an Neurodermitis. Sie beginnt häufig bereits im Säuglings- bzw. Kleinkindalter und beruht auf einer genetisch bedingten Veranlagung (Atopie). So können zahlreiche Stoffe aus der Umwelt sowie psychische Faktoren Schübe auslösen oder verstärken (triggern).

Zu den Diagnosekriterien gehören z.B. folgende Merkmale:

  • Ekzem mit typischem Aussehen und Verteilungsmuster
  • chronischer  schubweiser Verlauf des Ekzems
  • positive Familienanamnese für eine atopische Erkrankung
  • Neigung zu Juckreiz, v.a. im Winter nach dem Duschen oder Baden
  • Neigung zu Hautreizungen
  • Veränderungen im Gesicht, z.B. Falte im Bereich der Unterlider(Dennie-Morgan-Falte), Fehlen der lateralen Augenbrauen(Hertoghe-Zeichen), trockene Lippen
  • vermehrte und vertiefte Furchungen der Haut, insbesondere der Hand
  • funktionelle Störungen der Haut
  • Neigung zu Kopfschuppen und Schuppung im Gesicht und oberen Extremitäten
  • Nahrungsmittelempfindlichkeit
  • wiederkehrende Bindehautentzündungen

Die befallenen Körperregionen bei Neurodermitis sind beim Säugling: behaarter Kopf, Gesicht, Rumpf, Streckseiten der Extremitäten, im Krabbelalter auch die Knie. Frühe Anzeichen bei Babys können gerötete Wangen und Milchschorf sein.

Im Kindesalter sind u.a. Ellenbeuge, Handgelenke, Kniekehlen, Nacken, Lider, Hände und Füße befallen.

Häufig kratzen die Patienten sich wegen dem starken Juckreiz die Haut immer wieder blutig. Es kann zu sogenannten Superinfektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze kommen. Sehr oft findet man auch eine verstärkte Infektanfälligkeit. Die Diagnose „Neurodermitis“ stellt viele Eltern vor eine enorme Belastung, denn sie ist nicht in kurzer Zeit vorbei, sondern begleitet manche Menschen ein Leben lang.

Die Behandlung erfordert Geduld und meist eine individuelle Kombinationsbehandlung, um den multifaktorellen Ursachen gerecht zu werden.

Behandlungsmöglichkeiten sind z.B.:

  • Phytotherapie (z.B. Stiefmütterchen- Viola tricolor oder Eichenrinde- Quercus robur)
  • Klass. Homöopathie, Komplexhomöopathie, Spagyrik , Schüßler-Salze
  • Entgiftung, ausleitende Verfahren
  • Ernährungsumstellung, Austesten möglicher Nahrungsmittelunverträglichkeiten,z.B. Milch, Zitrusfrüchte, Konservierungsstoffe,..
  • Stärkung des Immunsystems
  • Mikrobiologische Therapie, Darmsanierung
  • Entspannungstechniken, Stressreduzierung, Therapien zur seel. Unterstützung,z.B. Bach-Blütentherapie.