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Mainpicture Badge Logo Brigitte Pricker - Naturheilpraxis

Rheumatoide Arthritis

Rheumatoide Arthritis
(auch primär chronische Polyarthritis, entzündlicher Rheumatismus)

Das Wort „Rheuma“ ist griechischer Herkunft  und bedeutet „Fließen“ oder „Strömen“. Es ist eine veraltete Bezeichnung für Beschwerden am Bewegungsapparat mit fließenden, reißenden und ziehenden Schmerzen und beschreibt so den typischen Schmerzcharakter.

Die rheumatoide Arthritis gehört zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.

Es ist die häufigste Systemerkrankung des Bindegewebes. Frauen sind dabei 4x so häufig wie Männer betroffen, wobei die Krankheit meist um das 40. Lebensjahr beginnt.

Die rheumatoide Arthritis verläuft schubweise und fortschreitend (progredient).Meistens beginnt sie symmetrisch  an den Finger- oder Zehengelenken. Bei den großen Gelenken sind häufig die Hand- und Schultergelenke betroffen.

Die rheumatoide Arthritis gehört zu den Autoimmunerkrankungen. Eine Fehlsteuerung des Immunsystems löst die Gelenkentzündung aus. Dabei können Faktoren, wie z.B. erbliche Veranlagung, bakterielle und virale Infektionen oder anhaltender Stress  die Krankheit begünstigen. An den Gelenken kommt es zur entzündlichen Schädigung von Gelenkkapsel und –knorpel, Gelenkfehlstellung und – verknöcherung. Die rheumatische Gelenkentzündung macht sich durch Gelenkschmerzen auch in Ruhe, Morgensteifigkeit der Gelenke, Schwellung und Überwärmung, allgemeines Krankheitsgefühl, evtl. auch leichtes Fieber, bemerkbar. Die Erkrankung kann sich neben den Gelenken auch an anderen Organen manifestieren (z.B. Herz, Lunge, Leber). Der Verdacht auf rheumatoide Arthritis wird  u.a. durch typische Veränderungen im Röntgenbild (z.B. Verschmälerung im Gelenkspalt) und Laborparameter (z.B. erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit, Nachweis von Rheumafaktoren, C-reaktives Protein ) bestätigt. In der Schulmedizin kommen Medikamente  (Entzündungshemmer wie Cortison oder Antirheumatika wie Methotrexat), physikalische Therapien (Krankengymnastik, Kälte- oder Wärmetherapie) oder operative Eingriffe (z.B. künstlicher Gelenkersatz) zum Einsatz.

Natürliche Heilmethoden können durchaus den Medikamentenverbrauch verringern. Die beschwerdefreien Intervalle sollten genutzt werden, um ganzheitliche Verfahren anzuwenden. Allein schon eine Ernährungsumstellung kann beachtliche Erfolge erzielen. Entsäuerung und Entgiftung spielen eine wichtige Rolle. Die Ernährung sollte z.B. aus wenig tierischem Eiweiß bestehen ( die enthaltene Arachidonsäure  löst Gelenkentzündung aus), hochwertige Öle mit hohem Anteil an Omega-3- Fettsäuren sind ebenso wichtig wie Antioxidantien (z.B. Vitamin C, Vitamin E, Selen und Zink). Aber auch bestimmte Heilpflanzen, z.B.  Brennnessel, Teufelskralle, Weihrauch oder Weidenrinde, lassen die Gelenke abschwellen. Weitere ganzheitliche Methoden  wie Homöopathie, Biochemie nach Dr. Schüßler ,Akupunktur und verschiedene Ausleitungsverfahren können zum Einsatz kommen.